Verführung Schweizer Klassik
CHF
100 / 90 / 80 / 50

Über das Programm
Das Swiss Orchestra entführt Sie in eine Welt voller Leidenschaft, Intrigen und Schicksalsschläge. Von der dramatischen Ouvertüre zu Wolfgang Amadeus Mozarts «Don Giovanni» über das virtuose Flötenkonzert des abenteuerlichen Komponisten Jean Baptiste Édouard Dupuy bis hin zu Ludwig van Beethovens schicksalsträchtiger Fünfter Sinfonie erleben Sie ein Konzert, das die Höhen und Tiefen menschlicher Emotionen musikalisch zum Klingen bringt – mit dem brillanten Solisten Emmanuel Pahud als besonderem Highlight.
Doch der Reihe nach: Ausgangspunkt des Konzerts «Verführung Schweizer Klassik» ist der Schweizer Komponist Dupuy, der aufgrund seines Lebensstils als «Don Giovanni des Nordens» bezeichnet wurde. 1770 im neuenburgischen Corcelles-Cormondrèche geboren, zog es ihn zum Studium zunächst nach Paris und später nach Berlin, wo er in der Kapelle des preussischen Prinzen Heinrich mitwirkte. Nach seiner dortigen Entlassung ging er auf Reisen durch Nordeuropa und machte zunächst in Stockholm Halt. Er komponierte, dirigierte, spielte Violine und startete zugleich seine Sängerkarriere. Nachdem er wegen eines pro-napoleonischen Lieds bei König Gustav IV. Adolf in Ungnade fiel, musste er das Land verlassen. Daraufhin versuchte er sich mit einigem Erfolg in Kopenhagen, wo er in der dänischen Erstaufführung die Titelrolle des «Don Giovanni» sang. Dass er dessen Hauptcharakter ähnelt, bezeugen zahlreiche brisante Liebesaffären Dupuys, die ihn immer wieder in Bedrängnis brachten: Aufgrund einer Liaison mit Charlotte Friederike, der Ehefrau des Prinzen und späteren Königs Christian Friedrich (Christian VIII.), wurde er aus Kopenhagen verwiesen. Schliesslich konnte er nach Stockholm zurückkehren, wo er 1812 Kapellmeister wurde und mehrere Mozart-Opern in Schweden aufführte.
Doch auch als Komponist war Dupuy erfolgreich: Sein Flötenkonzert steht, wie Mozarts «Don Giovanni»-Ouvertüre, in d-Moll – und auch wenn es sich um ein Instrumentalstück handelt, ist ihm die inhärente Dramatik zweifellos anzuhören. Wie in «Don Giovanni» und bei Dupuy geht es auch in «Eugen Onegin» von Tschaikowski um eine Episode der Verführung, die schliesslich in einem tödlichen Duell zweier Freunde endet. Die Geschichten haben eines gemein: Am Schluss tut das Schicksal das seinige. Nur allzu passend, dass das Programm mit der schicksalsträchtigsten aller Sinfonien schliesst: Beethovens Fünfter.
Besetzung
EMMANUEL PAHUD, Flöte
SWISS ORCHESTRA
LENA-LISA WÜSTENDÖRFER, Leitung
Konzertprogramm
WOLFGANG AMADEUS MOZART (1756–1791)
Ouvertüre zu «Don Giovanni»
JEAN BAPTISTE ÉDOUARD DUPUY (UM 1770–1822)
Konzert für Flöte und Orchester d-Moll
PJOTR ILJITSCH TSCHAIKOWSKI (1840–1893)
Arie des Lenski aus «Eugen Onegin» (Bearbeitung für Flöte und Orchester)
LUDWIG VAN BEETHOVEN (1770–1827)
Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67
- 18:30Türöffnung
- 19:30Konzert (inkl. Pause)
- 21:30ungefähres Konzertende
Casino
Bern
Anfahrt
MIT DEM ÖV
Vom Hauptbahnhof Bern zu Fuss ca. 10 Minuten
Tramlinien 6, 7, 8 und 9 bis Haltestelle Zytglogge
Busnummern 10, 12 und 19 bis Haltestelle Zytglogge
MIT DEM AUTO
Parkhaus Casino Parking
Barrierefreiheit
Das Casino Bern ist vom 1. Untergeschoss bis ins 1. Obergeschoss rollstuhlgängig. Die entsprechenden sanitären Anlagen befinden sich im 1. Untergeschoss und sind mit dem Fahrstuhl erreichbar. Rollstuhlplätze im Grossen Saal befinden sich auf dem Parkett.
Garderobe
Die Garderobe öffnet jeweils 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn.
Abendkasse
Einlass
Ermässigungen
Der französisch-schweizerische Flötist Emmanuel Pahud begann seine musikalische Ausbildung im Alter von sechs Jahren. Nachdem er 1990 einen Preis am Pariser Konservatorium erhalten hatte, wurde er von Aurèle Nicolet unterrichtet. Er gewann den ersten Preis bei Wettbewerben in Duino, Kobe und Genf und wurde im Alter von 22 Jahren zum Soloflötisten der Berliner Philharmoniker unter der damaligen Leitung von Claudio Abbado berufen, eine Position, die er bis heute innehat. Als Gast bei den wichtigsten Festivals, Orchestern und Konzertreihen auf der ganzen Welt spielte er unter der Leitung von Giovanni Antonini, Daniel Barenboim, Pierre Boulez, Iván Fischer, Valery Gergiev, Sir John Eliot Gardiner, Daniel Harding, Paavo Järvi, Lorin Maazel, Yannick Nézet-Séguin, Andrés Orozco-Estrada, Itzhak Perlman, Trevor Pinnock, Sir Simon Rattle, Mstislav Rostropovich oder David Zinman.
Emmanuel Pahud ist ein erfolgreicher Kammermusiker und gibt regelmässig Recitals mit Éric Le Sage, Alessio Bax, Yefim Bronfman, Bertrand Chamayou, Hélène Grimaud, Stephen Kovacevich sowie mit dem Jazzpianisten Jacky Terrasson. Zusammen mit Éric Le Sage und Paul Meyer gründete er 1993 das Festival International de Musique de Chambre in Salon-de-Provence (Musique à L’Empéri). Mit dem Ziel, das Repertoire für Flöte zu erweitern, hat er zahlreiche Kompositionsaufträge erteilt und u. a. Werke von Elliott Carter, Marc-André Dalbavie, Toshio Hosokawa, Michaël Jarrell, Philippe Manoury, Matthias Pintscher, Christian Rivet, Luca Francesconi oder Erkki-Sven Tüür uraufgeführt. Seit 1996 hat Emmanuel Pahud 40 Alben exklusiv für EMI/ Warner Classics aufgenommen, die alle mit einhelliger Begeisterung aufgenommen wurden. Für seine Verdienste um das Musikschaffen wurde er von der französischen Regierung in den Rang eines Chevalier dans l’Ordre des Arts et Lettres erhoben und mit dem Titel eines Honorary Member of the Royal Academy of Music in London ausgezeichnet. Er ist Botschafter für UNICEF.
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