Wed
27.5.26 19:30
Uhr
Zürich
Tonhalle

Verführung Schweizer Klassik

CHF

115 / 85 / 60 / 40 / 30

alle konzerte
Tour #
13

Über das Programm

Das Swiss Orchestra entführt Sie in eine Welt voller Leidenschaft, Intrigen und Schicksalsschläge. Von der dramatischen Ouvertüre zu Wolfgang Amadeus Mozarts «Don Giovanni» über das virtuose Flötenkonzert des abenteuerlichen Komponisten Jean Baptiste Édouard Dupuy bis hin zu Ludwig van Beethovens schicksalsträchtiger Fünfter Sinfonie erleben Sie ein Konzert, das die Höhen und Tiefen menschlicher Emotionen musikalisch zum Klingen bringt – mit dem brillanten Solisten Emmanuel Pahud als besonderem Highlight.

Doch der Reihe nach: Ausgangspunkt des Konzerts «Verführung Schweizer Klassik» ist der Schweizer Komponist Dupuy, der aufgrund seines Lebensstils als «Don Giovanni des Nordens» bezeichnet wurde. 1770 im neuenburgischen Corcelles-Cormondrèche geboren, zog es ihn zum Studium zunächst nach Paris und später nach Berlin, wo er in der Kapelle des preussischen Prinzen Heinrich mitwirkte. Nach seiner dortigen Entlassung ging er auf Reisen durch Nordeuropa und machte zunächst in Stockholm Halt. Er komponierte, dirigierte, spielte Violine und startete zugleich seine Sängerkarriere. Nachdem er wegen eines pro-napoleonischen Lieds bei König Gustav IV. Adolf in Ungnade fiel, musste er das Land verlassen. Daraufhin versuchte er sich mit einigem Erfolg in Kopenhagen, wo er in der dänischen Erstaufführung die Titelrolle des «Don Giovanni» sang. Dass er dessen Hauptcharakter ähnelt, bezeugen zahlreiche brisante Liebesaffären Dupuys, die ihn immer wieder in Bedrängnis brachten: Aufgrund einer Liaison mit Charlotte Friederike, der Ehefrau des Prinzen und späteren Königs Christian Friedrich (Christian VIII.), wurde er aus Kopenhagen verwiesen. Schliesslich konnte er nach Stockholm zurückkehren, wo er 1812 Kapellmeister wurde und mehrere Mozart-Opern in Schweden aufführte.

Doch auch als Komponist war Dupuy erfolgreich: Sein Flötenkonzert steht, wie Mozarts «Don Giovanni»-Ouvertüre, in d-Moll – und auch wenn es sich um ein Instrumentalstück handelt, ist ihm die inhärente Dramatik zweifellos anzuhören. Wie in «Don Giovanni» und bei Dupuy geht es auch in «Eugen Onegin» von Tschaikowski um eine Episode der Verführung, die schliesslich in einem tödlichen Duell zweier Freunde endet. Die Geschichten haben eines gemein: Am Schluss tut das Schicksal das seinige. Nur allzu passend, dass das Programm mit der schicksalsträchtigsten aller Sinfonien schliesst: Beethovens Fünfter.

Besetzung

EMMANUEL PAHUD, Flöte
SWISS ORCHESTRA
LENA-LISA WÜSTENDÖRFER, Leitung

Konzertprogramm

WOLFGANG AMADEUS MOZART (1756–1791)
Ouvertüre zu «Don Giovanni»

JEAN BAPTISTE ÉDOUARD DUPUY (UM 1770–1822)
Konzert für Flöte und Orchester d-Moll

PJOTR ILJITSCH TSCHAIKOWSKI (1840–1893)
Arie des Lenski aus «Eugen Onegin» (Bearbeitung für Flöte und Orchester)

LUDWIG VAN BEETHOVEN (1770–1827)
Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67

  • 18:30
    Türöffnung
  • 19:30
    Konzert (inkl. Pause)
  • 21.30
    ungefähres Konzertende
Spielort

Tonhalle

Zürich

Anfahrt

MIT DEM ÖV
Tramlinien 6, 7, 8, 13, 17 bis Haltestelle Stockerstrasse
Tramlinien 2, 5, 8, 9, 11 bis Haltestelle Bürkliplatz
Buslinien 161, 165 bis Haltestelle Bürkliplatz

MIT DEM AUTO
Parkgarage Bleicherweg
Parkhaus Park Hyatt Zürich

Barrierefreiheit

Die Tonhalle Zürich ist barrierefrei zugänglich. Das Saalgeschoss der Grossen und Kleinen Tonhalle ist über einen Lift erreichbar, welcher sich zwischen Eingangshalle und Vestibül auf der linken Seite befindet.

PARKPLÄTZE
Es gibt 8 Parkplätze für Menschen mit Rollstuhl an der Gotthardstrasse, 6 davon befinden sich direkt rechts vom Eingang zur Tonhalle Zürich (Eingang T) und 2 davon auf der gegenüberliegenden Strassenseite.

ROLLSTUHLPLÄTZE
In der Grossen Tonhalle stehen 8 Rollstuhlplätze im Parkett zur Verfügung.
In der Kleinen Tonhalle stehen 3 Rollstuhlplätze im Parkett zur Verfügung.
Begleitpersonen erhalten ein kostenloses Billett.
Bitte melden Sie sich spätestens vier Tage vor dem Konzertbei der Billettkasse an, per E-Mail oder unter +41 44 206 34 34.

SEHBEEINTRÄCHTIGUNGEN
Konzertbesucher*innen mit Sehbeeinträchtigungen, die mit einer Begleitperson anreisen, erhalten für die Begleitperson ein kostenloses Billett. Konzertbesucher*innen mit Sehbeeinträchtigungen, die ohne Begleitperson anreisen, werden auf Wunsch von einem Mitarbeitenden der TGZ vom Eingang zum Sitzplatz begleitet und nach dem Konzert wieder abgeholt. Bitte melden Sie sich spätestens vier Tage vor dem Konzertbei der Billettkasse an, per E-Mail oder unter +41 44 206 34 34.

FÜHR- ODER ASSISTENZHUNDE
Führhunde können während des Konzertes sicher und komfortabel in einer Hundebox bei der Garderobe untergebracht werden. Für dieMitnahme von Assistenzhunden kontaktieren Sie bitte das Team der Billettkasse, damit wir gemeinsam eine Lösung finden können. Bitte melden Sie sich spätestens vier Tage vor dem Konzertbei der Billettkasse an, per E-Mail oder unter +41 44 206 34 34.

Garderobe

Abendkasse

Einlass

Ermässigungen

Schüler*innen, Studierende und Auszubildende bis 30 Jahre sowie Kulturlegi-Inhaber*innen erhalten 50% Ermässigung.

Emmanuel Pahud, Flöte

Der französisch-schweizerische Flötist Emmanuel Pahud begann seine musikalische Ausbildung im Alter von sechs Jahren. Nachdem er 1990 einen Preis am Pariser Konservatorium erhalten hatte, wurde er von Aurèle Nicolet unterrichtet. Er gewann den ersten Preis bei Wettbewerben in Duino, Kobe und Genf und wurde im Alter von 22 Jahren zum Soloflötisten der Berliner Philharmoniker unter der damaligen Leitung von Claudio Abbado berufen, eine Position, die er bis heute innehat. Als Gast bei den wichtigsten Festivals, Orchestern und Konzertreihen auf der ganzen Welt spielte er unter der Leitung von Giovanni Antonini, Daniel Barenboim, Pierre Boulez, Iván Fischer, Valery Gergiev, Sir John Eliot Gardiner, Daniel Harding, Paavo Järvi, Lorin Maazel, Yannick Nézet-Séguin, Andrés Orozco-Estrada, Itzhak Perlman, Trevor Pinnock, Sir Simon Rattle, Mstislav Rostropovich oder David Zinman.

Emmanuel Pahud ist ein erfolgreicher Kammermusiker und gibt regelmässig Recitals mit Éric Le Sage, Alessio Bax, Yefim Bronfman, Bertrand Chamayou, Hélène Grimaud, Stephen Kovacevich sowie mit dem Jazzpianisten Jacky Terrasson. Zusammen mit Éric Le Sage und Paul Meyer gründete er 1993 das Festival International de Musique de Chambre in Salon-de-Provence (Musique à L’Empéri). Mit dem Ziel, das Repertoire für Flöte zu erweitern, hat er zahlreiche Kompositionsaufträge erteilt und u. a. Werke von Elliott Carter, Marc-André Dalbavie, Toshio Hosokawa, Michaël Jarrell, Philippe Manoury, Matthias Pintscher, Christian Rivet, Luca Francesconi oder Erkki-Sven Tüür uraufgeführt. Seit 1996 hat Emmanuel Pahud 40 Alben exklusiv für EMI/ Warner Classics aufgenommen, die alle mit einhelliger Begeisterung aufgenommen wurden. Für seine Verdienste um das Musikschaffen wurde er von der französischen Regierung in den Rang eines Chevalier dans l’Ordre des Arts et Lettres erhoben und mit dem Titel eines Honorary Member of the Royal Academy of Music in London ausgezeichnet. Er ist Botschafter für UNICEF.

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