Fri
15.11.24 19:30
Uhr
Fribourg
Salle Equilibre

Divine Swiss Classics

alle konzerte
Tour #
10

Über das Programm

Es ist ja völlig klar: Musik besteht aus Tönen. Im Zentrum dieses Konzerts steht der geläufigste und vielleicht auch banalste – das C, zentrale Taste jeder Klaviatur sowie natürlicher Grenzpunkt unserer Tonskala (C2–c5). C-Dur wird oft als eine Tonart der Heiterkeit, Klarheit, Leichtigkeit und Universalität wahrgenommen und mit Freude, Glück und Optimismus assoziiert. So ist es nicht verwunderlich, dass Mozarts wohl beliebteste und bekannteste Sinfonie in C-Dur nachträglich den Beinamen «Jupiter-Sinfonie» erhielt: einerseits aufgrund der majestätischen Aura und Pracht der Musik, andererseits durch die Tatsache, dass es sich bei dieser Sinfonie um Mozarts letztes Werk dieser Gattung handelt. Die Musikgeschichtsschreibung er- oder ver-klärte dieses Werk zum krönenden Abschluss der Mozartschen Sinfonik und sprach ihm göttliche Vollkommenheit zu – sein Werk: strahlend und lichtdurchflutet.

Auch Beethovens Klavierkonzert Nr. 3 endet in heiterem C-Dur, doch die vorherrschende Tonart des Werks ist c-Moll, das oft mit einer ernsten und düsteren Stimmung in Verbindung gebracht wird. Dies verleiht der Musik eine von Trauer, Nachdenklichkeit und dramatischer Intensität geprägte Atmosphäre, die dennoch Kraft und Stärke ausstrahlt. Vorbild für die Wahl dieser dem strahlenden C-Dur entgegengesetzten Tonart könnte Mozart gewesen sein, dessen von Beethoven sehr geschätztes Klavierkonzert KV 491 ebenfalls in c-Moll steht.

Den Solopart, den Beethoven übrigens erst nach der Uraufführung fertiggestellt hat, übernimmt im Konzertdes Swiss Orchestra der international tätige Pianist Teo Gheorghiu, dessen Spiel «durch seine Brillanz, Leichtigkeit und Farben fasziniert». Bereits mit zwölf Jahren hatte er in der Tonhalle Zürich debütiert, heute – 20 Jahre später– gehört er zu den etabliertesten und gefragtesten Klaviervirtuosen der Schweiz.

Inspiriert von der Vorstellung, dass Bäume untereinander kommunizieren können, hat die Schaffhauser Komponistin Helena Winkelman mit «Tree Talk» Musik geschaffen, die das Verhältnis dieser Pflanzen zu der sie umgebenden Natur musikalisch festzuhalten versucht: Wie sich der Baum dem Verlauf der Jahreszeitenausgesetzt sieht, verändern sich in Winkelmans Stück im Spiel mit Obertönen, Klangfarben und Bewegungen. Die Solocelli fächern mit ihren leer gespielten Saiten gleichsam den harmonischen Raum auf: Eine Grundtonart ist nicht festzumachen, jedoch ein stetes Changieren des Klangs. Hingegen stellt die Ouvertüre zu Konrad Adolf Dyhrns Tragödie «Konradin» des Komponisten Friedrich Theodor Fröhlich erneut c-Moll ins Zentrum und zeigt im Zusammenspiel mit den anderen Werken die Vielfalt und Ausdrucksstärke von Musik. Ausgehend vom Grundton C entfalten sich musikalische Räume, die vielfältigste Gefühle auszulösen in der Lage sind: Von melancholischer Traurigkeit zu strahlendem Glück.

Besetzung

TEO GHEORGHIU, Klavier
SWISS ORCHESTRA
LENA-LISA WÜSTENDÖRFER,
Leitung

Konzertprogramm

FRIEDRICH THEODOR FRÖHLICH (1803 BRUGG – 1836 AARAU)
Ouvertüre zu Dyhrns «Konradin»

LUDWIG VAN BEETHOVEN (1770–1827)
Konzert für Klavier Nr. 3 c-Moll op. 37

HELENA WINKELMAN (* 1974 SCHAFFHAUSEN)
«Tree Talk» für 2 Celli und Streichorchester

WOLFGANG AMADEUS MOZART (1756–1791)
Sinfonie Nr. 41 C-Dur KV 551 («Jupiter»)

Spielort

Salle Equilibre

Fribourg

Anfahrt

MIT DEM ÖV
Vom Bahnhof Freiburg zu Fuss ca. 3 Minuten
Buslinien 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 und 11 bis Haltestellen Bahnhof Fribourg
Buslinien 1, 2, 3, 5 und 6 bis Haltestelle St. Pierre

MIT DEM AUTO
Parkhäuser: Grand-Places , Fribourg Centre und Parking des Alpes
Aussen: Parking des Bourgeois

Barrierefreiheit

ROLLSTUHL
Alle Publikumsbereiche sind für Personen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich. In jedem Theatersaal sind Plätze für Rollstuhlfahrer*innen reserviert. Wenn Sie davon Gebrauch machen möchten, reservieren Sie Ihre Plätze bitte mindestens 24 Stunden vor einer Veranstaltung im Ticketbüro.
Bitte geben Sie an, ob Sie begleitet werden. In diesem Fall kann Ihre Begleitperson der Vorstellung neben Ihnen beiwohnen.

HÖRBEHINDERUNG
Unsere Theatersäle sind alle mit einer Induktionsschlaufe ausgestattet. Personen mit Hörapparaten sind gebeten, diese auf die Position T zu stellen und einen Platz in den folgenden Reihen zu reservieren:
Equilibre: die Sitzreihen D bis P

Garderobe

Abendkasse

Öffnung eine Stunde vor jeder Vorstellung, Verkauf von Tickets nur für die Vorstellung des Tages.

Einlass

Ermässigungen

Der ermässigte Tarif gilt für Studierende, Lernende, Arbeitslose und AHV- oder IV-Bezüger*innen.

Der Kindertarif gilt nur bis zum vollendeten 15. Altersjahr und für Vorstellungen, an denen er angeboten wird. Kinder erhalten den ermässigten Tarif bei allen anderen Veranstaltungen.

Der Profitarif beträgt einheitlich 20.– bei Vorlage eines Berufsausweises. Die Mitglieder der Association vaudoise de danse contemporaine (AVDC) beträgt einheitlich 20.– auf alle Tanzvorstellungen.

Der FKO-Sondertarif gilt für Schüler*innen des Konservatoriums Freiburg und für Studierende der HEMU und des Departements für Musikwissenschaft der UniFR und beträgt Fr. 10.–.

Die von CARITAS angebotene KulturLegi Freiburg erlaubt ihren Inhaber/innen, 50 Prozent Rabatt auf die erm.ssigte Erwachsenen-Einzelkarte und 30 Prozent Rabatt auf die Kinder-Einzelkarte zu erhalten.

Teo Gheorghiu, Klavier

Teo Gheorghiu geniesst in der Schweiz besondere Beliebtheit und hat sich in den vergangenen Jahren auf internationaler Ebene einen Namen gemacht. Das Magazin Piano News beschreibt ihn kürzlich als einen «famosen erwachsenen und intelligenten Pianisten». Sein Debüt gab Teo Gheorghiu zwölfjährig mit dem Klavierkonzert von Schumann in der Tonhalle Zürich. Seither hat er sich ein vielfältiges Repertoire erarbeitet und ist zusammen mit Orchestern wie dem Royal Philharmonic, Pittsburgh Symphony, Orquestra Sinfonica de Bilbao, Danish National Symphony, Tschaikowsky Sinfonieorchester Moskau und Tonhalle-Orchester Zürich aufgetreten. Eine regelmässige Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem Zürcher Kammerorchester und dem Musikkollegium Winterthur. Solorezitals führten ihn nicht nur in alle grossen Schweizer Städte, sondern auch nach London (Wigmore Hall), Hamburg (Elbphilharmonie), Tokio (Suntory Hall), Mailand (Societa del Quartetto) oder Santiago; zum Beethovenfest nach Bonn, ans Dvorák Festival in Prag, in den Louvre und zu Festivals in Bukarest, Gstaad, Verbier, Luzern und Mecklenburg-Vorpommern. 2020 starteten das Label Claves und Teo Gheorghiu eine langfristige Zusammenarbeit. Die erste CD mit dem Titel «Duende» wurde von Publikum und Presse enthusiastisch gefeiert.

Der 1992 geborene Teo Gheorghiu mit rumänischer Herkunft und Staatsbürgerschaften von Kanada und der Schweiz gewann 2004 den 1. Preis beim Internationalen Klavierwettbewerb von San Marino und im folgenden Jahr den 1. Preis beim Internationalen Franz Liszt Klavierwettbewerb in Weimar. 2010 wurde ihm vom Beethovenfest in Bonn den Beethoven-Ring verliehen. Den grössten Teil seines Lebens hat er in London verbracht, wo er bei Hamish Milne studierte. Heute lebt er wieder in der Schweiz.

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