Sun
6.12.26 17:00
Uhr
St. Gallen
Tonhalle

Swiss Romance

CHF

90 / 80 / 70 / 55 / 40

alle konzerte
Tour #
14
Swiss Romance, Thomas Hampson, Swiss Orchestra, Lena-Lisa Wüstendörfer

Über das Programm

Er gilt als Intellektueller unter den Sängern, wurde 1993 vom People Magazine unter die «50 Most Beautiful People» gewählt, ist einer der grossen Mahler-Experten unserer Zeit und hat als Don Giovanni nicht nur bei den Salzburger Festspielen für Furore gesorgt: Die Rede ist von Thomas Hampson. «Ein Konzert», so der amerikanische Bariton «ist für mich ein besonderes Erlebnis mit einzigartiger Atmosphäre. Worum es gehen muss, ist die Botschaft, die in der Dichtung und in der Musik liegt. Die Menschen brauchen Geschichten, die sie einladen, sich auf ihr Menschsein zu besinnen. Dazu kenne ich keinen besseren Weg, als Lieder zu singen.» Gemeinsam mit dem Swiss Orchestra bringt Hampson nun Gustav Mahlers Orchesterlieder auf die Bühne. Und das gesamte Konzert strotzt nur so von Geschichten, die sich um die Themen Liebe, Sehnsucht, Natur, Freiheit und Vergänglichkeit entfalten. Es geht also um die wirklich grossen Themen. Und, ganz einfach: um richtig schöne Musik.

Joachim Raffs «Abends» eröffnet eine poetische Klangwelt der Dämmerung: ein träumerisches Innehalten, das den Übergang vom Tag zur Nacht als stille, lyrische Zeit bestimmt. Mahlers «Wunderhorn»-Lieder bieten ein schonungsloses Bild der Welt – mit all ihren Widersprüchen, ihrer Tragik, ihrem (grotesken) Humor. Sie erzählen von der Sehnsucht nach Freiheit, von Liebe und Tod, von Trost und Jenseitsvisionen. Neben Mahlers Orchesterliedern singt Hampson auch die «Trois Aquarelles» von George Templeton Strong. Wie gemalte Miniaturen entfalten diese Lieder zarte Stimmungsbilder, flüchtig und transparent. Der Titel verweist nicht zufällig auf die bildende Kunst: Strong – selbst als Maler tätig – arbeitet musikalisch mit Klangfarben, Nuancen und Andeutungen, weniger mit grossen Gesten. Felix Mendelssohns «Italienische Sinfonie» erzählt schliesslich von Reiseeindrücken und südlicher Lebensfreude – gewissermassen eine idealisierte Klangvision des Südens. Rhythmische Vitalität, tänzerische Leichtigkeit und strahlende Farben bestimmen ihren Charakter. Und dann geht es in Schuberts Ouvertüre noch um die Freundschaft – ein Thema, das in unserem Kaleidoskop der Gefühle nicht fehlen darf und das eine weitere Facette jener grossen Sammlung von Geschichten bildet, die diesen Konzertabend einmalig macht.

Besetzung

THOMAS HAMPSON, Bariton
SWISS ORCHESTRA

LENA-LISA WÜSTENDÖRFER, Leitung

Konzertprogramm

FRANZ SCHUBERT
Ouvertüre zu «Die Freunde von Salamanka» D. 326

GEORGE TEMPLETON STRONG
«Trois Aquarelles» pour chant et orchestra
Choral auf ein Thema von Leo Hassler («Wenn ich einmal soll scheiden»)

GUSTAV MAHLER
«Des Knaben Wunderhorn» für Singstimme und Orchester:
Lied des Verfolgten im Turm
Wo die schönen Trompeten blasen
Das himmlische Leben
Urlicht

JOACHIM RAFF
«Abends», Rhapsodie für Orchester op. 163b

FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY
Sinfonie Nr. 4 A-Dur op. 90 – «Italienische»

  • 16:00
    Türöffnung
  • 17:00
    Konzertbeginn
  • 19:00
    ungefähres Konzertende
Spielort

Tonhalle

St. Gallen

Anfahrt

MIT DEM ÖV
Vom Hauptbahnhof St.Gallen zu Fuss ca. 15 Minuten
Buslinien 1, 2, 7 und 8 bis Theater

MIT DEM AUTO
Tiefgarage Brühltor

Barrierefreiheit

MOBILITÄTSBEHINDERUNG /  ROLLSTUHL
Die Tonhalle erreichen Sie über das Cityparking Brühltor. Vor Veranstaltungen ist im ersten Untergeschoss der direkte Durchgang zur Tonhalle geöffnet. Vom Tonhalle-Untergeschoss bringt Sie ein Aufzug ins Erdgeschoss (Foyer/Kasse) und in den Saal (erstes Obergeschoss), wo im Parkett Rollstuhlplätze verfügbar sind. In die Tonhalle gelangen Sie auch über eine Aussenrampe via Restaurant Concerto.

SEHBEHINDERUNG
Für Menschen mit einer Sehbehinderung oder Blindheit bieten wir nach Voranmeldung einen kostenlosen Begleitservice an. Assistenzhunde sind herzlich willkommen und können auf Voranmeldung selbstverständlich mit in die Vorstellung genommen werden.

Garderobe

Abendkasse

Einlass

Ermässigungen

Schüler*innen, Studierende und Auszubildende bis 30 Jahre sowie Kulturlegi-Inhaber*innen erhalten 50% Ermässigung.

Thomas Hampson, Bariton

Der amerikanische Bariton Thomas Hampson zählt zweifelsohne zu den innovativsten und facettenreichsten Musikern unserer Zeit. Für sein künstlerisches Schaffen sowie für seine Rolle als Wegbereiter in der Kultur erhielt er zahlreiche internationale Auszeichnungen. Sein Opernrepertoire umfasst mehr als 80 Rollen, und seine Diskografie enthält über 170 Einspielungen, die mehrfach nominiert und mit dem GRAMMY Award, dem Edison Award und dem Grand Prix du Disque ausgezeichnet wurden.

Neben vielen weiteren Engagements übernimmt Thomas Hampson in der Saison 2025/26 die Titelpartie in John Adams’ Oper «Nixon in China» an der Opéra national de Paris unter der Leitung von Kent Nagano. Ausserdem singt er mit dem Boston Symphony Orchestra in der Boston Symphony Hall, der Carnegie Hall und beim Tanglewood Festival. In der prominent besetzten Christmas Night Opera Gala in der Carnegie Hall steht er als Solist auf der Bühne. Weitere Konzertauftritte führen Thomas Hampson zum NHK Symphony Orchestra, zum Danish National Symphony Orchestra, zum Zürcher Kammerorchester und zur Essener Philharmonie. Nach einer erfolgreichen ersten Tournee mit Schuberts «Winterreise» in einer Bearbeitung für Bariton und Akkordeon im vergangenen Jahr mit Stationen u. a. im Concertgebouw Amsterdam, dem Konzert Theater Coesfeld und dem Beethoven-Haus Bonn, kehrt Hampson gemeinsam mit der Akkordeonistin Ksenija Sidorova für eine zweite «Winterreise»-Tour nach Europa zurück, mit Auftritten beim Verbier Festival, dem Bergen Festival, in Kings Place London und der Tonhalle Zürich.

Thomas Hampson ist Honorarprofessor an der Philosophischen Fakultät der Universität Heidelberg und Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London. Neben mehreren Ehrendoktorwürden trägt er den Titel Kammersänger der Wiener Staatsoper und wurde in Frankreich zum «Commandeur de l’Ordre des Arts et des Lettres» ernannt. Hampson ist Mitbegründer und künstlerischer Leiter der Lied Akademie Heidelberg. Im Jahr 2003 gründete er die Hampsong Foundation, mit der er die Kunst des Gesangs zur Förderung von interkulturellem Dialog und Verständnis einsetzt.

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