«Belle Époque Suisse»
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Über das Programm
«Belle Èpoque», «Jahrhundertwende», «Fin de Siècle», «Edwardian Age» – die Zeit zwischen etwa 1880 und dem Beginn des ersten Weltkriegs 1914 hat viele Namen. Sie bezeichnen – wenn auch im Detail differenzierend – allesamt die nach den deutsch-französischen Kriegen ungewohnt lange Zeit des Friedens, der Grundlage war für einen Aufschwung von Wirtschaft und Kultur in Europa. Die «Schöne Epoche» wurde geprägt von technischem und wirtschaftlichem Aufschwung, der insbesondere dem gehobenen Bürgertum zugutekam. Das kulturelle Leben florierte, man traf sich auf den Boulevards der Metropolen, in den Cafés und Cabarets, den Ateliers und Galerien, den Konzertsälen und Salons. Aufgrund der verkehrstechnischen Erschliessung von abgelegenen Gebieten und der vermehrt vorhandenen Freizeit wurden Vergnügungsreisen immer attraktiver. Auch jenseits der Metropolen entstanden im alpinen Raum Nobelhotels für die zahlungskräftige Kundschaft wie beispielsweise das «Grandhotel Bellevue» in Andermatt, an dessen Stelle heute «The Chedi» steht.
Mit Sergei Rachmaninow, der sein Sommerdomizil in Weggis hatte, Hans Huber, der seinen Lebensabend unter anderem in Vitznau verbrachte und Richard Strauss, der seine letzten drei Jahre in Schweizer Hotels verlebte, stehen verschiedene Komponisten dieser Zeit im Zentrum des Konzerts. Gustav Mahlers populäres «Adagietto» ist im Neujahrskonzert des Swiss Orchestra ebenso zu hören wie Camille Saint-Saëns symphonische Dichtung «Danse macabre» sowie die «Humoreske» und die «Cavatina» des Schweizer Komponisten Hans Huber.
Als Solisten treten die Sopranistin Lena Kiepenheuer und der Harfenist Alexander Boldachev auf, die unter anderem mit Rachmaninows «Vocalise» für Sopran, Harfe und Streicher zu erleben sind. Jules Massenets populäre «Méditation» aus seiner Oper «Thaïs» steht stellvertretend für den sentimentalen Stil des Fin de Siècle, dem Joseph Laubers «Suite pour Orchestre à Cordes» sowie zwei Neujahrsklassiker von Johann Strauss (Vater und Sohn) an die Seite gestellt werden. Einen zuversichtlichen Ausblick bietet schliesslich Richard Strauss’ Orchesterlied «Morgen»: «Und morgen wird die Sonne wieder scheinen / und auf dem Wege, den ich gehen werde / wird uns, die Glücklichen, sie wieder einen / inmitten dieser sonnenatmenden Erde…»
Besetzung
SWISS ORCHESTRA
LENA-LISA WÜSTENDÖRFER, Leitung
FRANZISKA HEINZEN, Sopran
ALEXANDER BOLDACHEV, Harfe
SHERNIYAZ MUSSAKHAN, Violine
Konzertprogramm
HANS HUBER (1852 – 1921)
Humoreske. Allegro vivace
Cavatina. Adagio molto espressivo
RICHARD STRAUSS (1864 –1949)
Morgen op. 27, Nr. 4
SERGEI RACHMANINOW (1873 – 1943)
Vocalise
CAMILLE SAINT-SAËNS (1835 – 1921)
Danse macabre
GUSTAV MAHLER (1860 – 1911)
Adagietto (aus Sinfonie Nr. 5)
JOSEPH LAUBER (1864 – 1952)
Suite pour Orchestre à Cordes
JULES MASSENET (1842 –1912)
Méditation (aus der Oper «Thaïs»)
JOHANN STRAUSS (SOHN, 1825– 1899)
Annen-Polka
JOHANN STRAUSS (VATER, 1804– 1849)
Radetzky-Marsch
Kunsthaus
Zürich
Anfahrt
MIT DEM ÖV
Tramlinien 3, 5 und 9 sowie Bus 31 bis Haltestelle Kunsthaus
MIT DEM AUTO
Parkhaus Hohe Promenade
Öffentliche Parkplätze am Hirschgraben und beim Obergericht Zürich
Barrierefreiheit
PARKPLATZ FÜR MENSCHEN MIT MOBILITÄTSBEHINDERUNG
Beim Chipperfield-Bau an der Kantonsschulstrasse 4 finden Sie 2 Kunsthaus-Parkplätze
ROLLSTUHL
Rollstuhlplätze können bis eine Woche vor dem Konzert über info@swissorchestra.ch gebucht werden
Garderobe
Abendkasse
Einlass
Ermässigungen
ZKG-Mitglieder
Schüler*innen, Studierende und Auszubildende bis 30 Jahre sowie Kulturlegi-Inhaber*innen
Neben einer besonderen Affinität für die Liedgestaltung widmet sich die Walliser Sopranistin Franziska Heinzen sowohl den grossen Sopranpartien des Oratorienfaches wie auch dem Musiktheater in seiner gesamten Bandbreite: Sie interpretierte u. a. kammermusikalische Werke Dieter Schnebels am Mozartfest Würzburg, Mozarts c-Moll Messe mit dem Zürcher Kammerorchester oder Bergs Sieben frühe Lieder mit der Nordwestfälischen Philharmonie. Gemeinsame Liederabende mit dem Pianisten Benjamin Mead führten sie u. a. an die Schubertiada Vilabertran und das Schumannfest Düsseldorf.
Ihr Debüt-Album rund um die Komponistengruppe «Les Six» sowie ihre zweite Einspielung von Liedern 24 Komponistinnen der Romantik bis in die Gegenwart wurden von der internationalen Fachpresse in Konzept und Interpretation hoch gelobt. Diese Entdeckungsreise erweitert das Duo 2022 mit einer Einspielung Schweizer Kompositionen. 2017 erhielt sie den Kulturförderpreis des Kantons Wallis und 2018 gründete sie das Rhonefestival für Liedkunst in ihrer Heimatstadt Brig.
Der in Russland geborene und in der Schweiz aufgewachsene Alexander Boldachev ist ein vielseitiger Künstler, ein engagierter Menschenfreund und ein erfinderischer Musiker, der die Wahrnehmung der Harfe im 21. Jahrhundert neu definiert. Mit seinem innovativen Ansatz schafft er in seinen Konzerten einzigartige Erlebnisse. Er ist Preisträger von mehr als 20 verschiedenen Wettbewerben und Auszeichnungen als Interpret und Komponist. Als klassisch ausgebildeter Harfenist, Komponist und Dirigent beherrscht er verschiedene Musikgenres, darunter Klassik, Crossover, Rock-Cover und neoklassizistische Strömungen. Er ist u.a. im Bolschoi-Theater, in der Carnegie Hall und im Teatro Colón, aber auch beim Burning Man und bei der Eröffnung der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft aufgetreten. Seine Kreativität erstreckt sich auch auf die Organisation von Projekten wie dem Harfenfestival Zürich und dem Weltharfen-Tag, welche die Schönheit und Vielfalt seines Instruments feiern.
Für alle, die Schweizer Sinfonik nicht nur hören, sondern
leben
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