Saisonauftakt 2023/2024
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Über das Programm
Zugegeben, es wäre früh! Und doch ist ein Wintereinbruch in den Alpen bereits Ende September – und damit zur Saisoneröffnung von ANDERMATT MUSIC – keine Seltenheit. Natürlich haben wir keinen Einfluss auf das Wetter, musikalisch wären wir jedoch bestens auf die ersten Schneeflocken vorbereitet: Gespielt wird die Serenade Nr. 2 von Hans Huber, der im Kanton Solothurn geboren wurde und um die Jahrhundertwende zu den bedeutendsten Komponisten der Deutschschweiz zählte. Überschrieben ist das aus der Blüte der Spätromantik stammende Werk mit «Winternächte», und auch die einzelnen Sätze tragen programmatische Titel wie «Pastorale», «Träumerei» oder «Carneval». Die Serenade beginnt mit der weihnachtlichen Stimmung einer lieblich-wiegenden, heiteren «Pastorale», mit heimeliger Idylle und warmer Gemütlichkeit, bevor sie im bunten und lebhaften Treiben der Fasnacht endet. Die «Träumerei» ist geprägt durch einschmeichelnde Melodielinien, die seelenvoll zwischen den Instrumenten changieren, sich verklären und im «Spinnlied» hörbar zu einem golden glänzenden Faden versponnen werden.
Von Franz Liszt, gewissermassen «Vater» der romantischen Programmmusik, steht keine symphonische Dichtung, sondern ein Klavierkonzert auf dem Programm: Traditionell wurden in dieser Gattung Klavier und Orchester als konkurrierende «Rivalen» inszeniert. Bei Liszt nun aber agieren sie als gleichberechtigte Partner, was auch im ursprünglich für das Werk vorgesehenen Titel «Concert symphonique» – sinfonisches Konzert – angedeutet wird. Die Rolle, die das Klavier in Liszts ebenso beliebtem wie virtuosen Werk einnimmt, ist folgerichtig nicht ein Gegenpart zum Orchester: Vielmehr fügt es den unterschiedlichen Stimmungen – die in kontrastierender Weise zwischen poetisch-spirituellen Abschnitten und diabolisch anmutenden Exzessen schwanken – eine weitere Klangfarbe hinzu.
Ausserdem stehen auf dem Programm Gioachino Rossinis Ouvertüre zu seiner Oper «Wilhelm Tell» – ein kleiner Nachklang zu den 2. Goethe Tagen Andermatt, die unter dem Motto «Goethes Tell und andere Helden» am 26. und 27. August stattgefunden hatten – sowie Richard Wagners «Träume», eine Studie zu «Tristan und Isolde», die der Komponist eigenhändig für Violine und Orchester instrumentierte.
Besetzung
MAGDA AMARA, Klavier
SWISS ORCHESTRA
LENA-LISA WÜSTENDÖRFER, Leitung
Konzertprogramm
GIOACHINO ROSSINI (1792–1868)
Wilhelm Tell Ouvertüre
FRANZ LISZT (1811–1886)
Klavierkonzert Nr. 2 A-Dur
RICHARDWAGNER (1813–1883)
«Träume» WWV 91b
HANS HUBER (1852–1921)
Serenade Nr. 2 «Winternächte» WoO
- 18:30Türöffnung
- 19:30Konzert (inkl. Pause)
- 21:30ungefähres Konzertende
Konzerthalle
Andermatt
Anfahrt
Details zur Anreise finden Sie auf der Website von ANDERMATT MUSIC.
Barrierefreiheit
Die Andermatt Konzerthalle ist barrierefrei zugänglich. Rollstuhltickets erhalten Sie per E-Mail an info@andermattmusic.ch oder bei den Andermatt Alpine Apartments unter der +41 41 888 78 00.
Menschen mit eingeschränkter Mobilität werden die Sitzplätze auf dem Balkon empfohlen. Bei Kammermusikkonzerten und Konzerten mit Neuer Volksmusik wird in der Regel nicht tribüniert bestuhlt: Hier sind sämtliche Plätze stufenlos erreichbar.
Die Andermatt Konzerthalle verfügt über eine induktive Höranlage.
Garderobe
Abendkasse
Die Abendkasse öffnet 1 Stunde vor Konzertbeginn.
Einlass
Einlass in den Konzertsaal ist 30 Minuten vor Konzertbeginn. Verspäteter Einlass ist nur während des Applaus zwischen den Stücken und auf Anleitung des Saalpersonals möglich.
Ermässigungen
Ermässigungen gibt es für Kinder, Schüler*innen, Studierende und Lernende, für Urner*innen, Owner sowie Mitglieder des GotthardMemberClub. Details über die Vergünstigungen finden Sie hier.
Als Solistin und als eine der gefragtesten Kammermusikpartnerinnen ist die Pianistin Magda Amara Gast renommierter Konzerthäuser wie dem Musikverein und Konzerthaus Wien, dem Mozarteum Salzburg, dem Concertgebouw Amsterdam, der Laeiszhalle Hamburg, der Barbican Hall London, dem Festspielhaus Baden-Baden oder der Tonhalle Zürich. Ihre Engagements führten sie an die wichtigsten europäischen Bühnen und darüber hinaus nach Russland, Kanada und in die USA. Magda Amara gastierte bei internationalen Festivals wie dem Lucerne Festival, Dvořákova Praha, Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, Le Sion Festival, Festival de Radio France in Montpellier, Best of NRW, den Neuberger Kulturtagen oder dem Attergauer Kultursommer und arbeitete erfolgreich u.a. mit dem Wiener Kammerorchester, dem Nord-Niederländischen Orchester, dem Symphonieorchester Kairo sowie der Tschechischen Philharmonie Brno zusammen.
Ihre Leidenschaft für die Kammermusik teilte sie mit herausragenden Partner*innen wie Janine Jansen, Julian Rachlin, Renaud Capuçon, Daniel Lozakovich und Baiba Skride sowie mit Mitgliedern der Wiener Philharmoniker und der Berliner Philharmoniker. Mit der niederländischen Cellistin Harriet Krijgh verbindet sie eine besonders enge musikalische Zusammenarbeit, aus welcher unter anderem die Einspielung von zwei CDs beim österreichischen Label «Capriccio» und einer CD bei der «Deutsche Grammophon» hervorging. 2018 erschien ihre CD-Einspielung von Kabalewskis Rhapsodie für Klavier und Orchester mit der deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz unter der Leitung von Karl-Heinz Steffens.
Magda Amara wurde in Moskau geboren und absolvierte ihr Studium am Staatlichen P.-I.-Tschaikowski-Konservatorium in der Klasse von Sergej Dorensky. Sie vervollständigte ihre Studien in Wien bei Stefan Vladar an der Universität für Musik und darstellende Kunst und ist Preisträgerin vieler nationaler und internationaler Wettbewerbe.
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