Spain & Andermatt
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Über das Programm
Inspiriert von der Kommunikation von Bäumen hat Winkelman ein Werk geschaffen,das das Verhältnis dieser Pflanzen zu der sie umgebenden Natur musikalisch festzuhalten versucht: Wie sich der Baum im Verlauf der Jahreszeiten Sonne und Wind ausgesetzt sieht, verändern sich in «Tree Talk» Klangfarben und Bewegungen. Das Spiel mit Obertönen führt zu einer spannungsvollen Verbindung von Klangebenen und -feldern, die sich teils ergänzen, teils voneinander abheben. Der Wind lässt im Stück nicht nur die Blätter, sondern auch die musikalischen Texturen erzittern, die sich hauptsächlich aus Oberton/Untertonreihen sowie Polymetrien zusammensetzen; dabei fächern die Solocelli mit ihren leergespielten Saiten gleichsam den harmonischen Raum auf.
Diese Schwerpunktsetzung auf die Harmonik, die als stetes Changieren des Klangsumschrieben werden kann, ist wesentliches Element in Winkelmans Werk. Ganz anders verhält es sich bei Beethovens 7. Sinfonie: Man muss weder Richard Wagners berühmt-berüchtigtes Diktum von der «Apotheose des Tanzes» noch Diether Rexroths Feststellung, die gesamte Sinfonie stünde unter einem «Diktat des Rhythmus», mitgehen, um festzustellen, dass das prägende Merkmal der Sinfonie der Rhythmus ist. Das Violinkonzert Nr. 5 wiederum gilt als die melodisch einprägsamste Komposition, die Mozart für diese Gattung geschaffen hat.
Die genannten drei Grundelemente der Musik –Harmonie, Melodik, Rhythmik – treten nie isoliert voneinander auf, denn erst ihre individuellen Verbindungen machen Musik zu dem, was sie ist: Durch Menschen geformter Klang.
Besetzung
ALINA POGOSTKINA, Violine
SWISS ORCHESTRA
LENA-LISA WÜSTENDÖRFER, Leitung
Konzertprogramm
HELENA WINKELMAN(*1974 SCHAFFHAUSEN)
Baumgespräche
WOLFGANG AMADEUS MOZART (1756–1791)
Violinkonzert Nr. 5 in A-Dur, KV 219
LUDWIG VAN BEETHOVEN (1770–1827)
7. Sinfonie in A-Dur, op. 92
Kursaal
Donostia - San Sebastiàn
Anfahrt
MIT DEM ÖV
Nur 20 km von der französischen Grenze entfernt, in der Nähe der Flughafen von San Sebastián, Biarritz und Bilbao und ist der Kursaal über ein Netz von Autobahnen und Eisenbahnlinien erreichbar.
Von den Hotels der Stadt aus kann man zu Fuss zum Kursaal gehen oder andere verfügbare lokale Verkehrsmittel nutzen.
Barrierefreiheit
Garderobe
Abendkasse
Einlass
Ermässigungen
Bekannt für ihre «herzergreifenden Auftritte» (Hamburger Abendblatt), gastiert Alina Pogostkina – Gewinnerin des Internationalen Sibelius Wettbewerbs 2005 in Helsinki – bei den grossen Orchestern und Festivals weltweit und arbeitet zusammen mit Dirigenten wie Michael Tilson Thomas, Gustavo Dudamel, David Zinman, Jonathan Nott, Paavo Järvi, Michael Sanderling, Sakari Oramo, David Afkham, Robin Ticciati, Thomas Hengelbrock und John Storgårds. Alina Pogostkina verbindet eine langjährige künstlerische Partnerschaft unter anderem mit dem Finnish Radio Symphony Orchestra, Philharmonia Orchestra, Orchestre Philharmonique de Radio France, NHK Symphony Orchestra und Yomiuri Nippon Symphony Orchestras sowie mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, SWR Symphonieorchester und Mahler Chamber Orchestra.
Alina Pogostkina zeigt eine beeindruckende Vielseitigkeit im barocken und klassischen Repertoire – sie spielt regelmässig und mit grosser Leidenschaft auf Darmsaiten – bis hin zu den Meisterwerken der Moderne. Sie wurde in St. Petersburg geboren, wuchs in Deutschland auf und erhielt die ersten Jahre Geigenunterricht bei ihrem Vater Alexander Pogostkin. Später studierte sie bei Antje Weithaas an der Hochschule für Musik «Hanns Eisler» und vertiefte am Mozarteum Salzburg bei Reinhard Goebel das Studium der Barockgeige. Alina Pogostkina spielt auf einer Camillo Camilli von 1752.
Für alle, die Schweizer Sinfonik nicht nur hören, sondern
leben
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