Sun
18.2.24 17:00
Uhr
Andermatt
Konzerthalle

Swiss Orchestra Wind Soloists

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Tour #

Über das Programm

Beethoven wäre wohl skeptisch gewesen: Bläserensemble statt grosses Orchester, 10 statt 40 Musizierende, kein Dirigent – und das bei seiner ersten Sinfonie? «Eingemachtes, Ragout, Frikassee» nannte der Meister die Bearbeitungen seiner Werke, mit denen «Pastetenbäcker» – unautorisierte Arrangeure – ihr Geld machten. Doch nicht nur die Verlage profitierten durch den Verkauf von Arrangements, auch Beethovens Werke hätten in originaler Orchesterbesetzung weit weniger Hörer*innen erreicht als durch die Verbreitung der begehrten Bearbeitungen für Haus- und Salonmusik. Selbstverständlich passt heute auch ein stattliches Sinfonieorchester auf die Andermatter Konzertbühne. Doch warum nicht auf die alte Tradition der «Pastetenbäcker» zurückgreifen und Beethovens Sinfonie in einer kammermusikalischen Bläser-Fassung lauschen? Zehn Instrumentalist*innen des Swiss Orchestra zaubern aus den Klängen von Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott eine ganz besondere Version des Werks aus dem Jahr 1800 – das Ergebnis hätte vielleicht auch den kritischen Meister überzeugt.

Charles Gounod hingegen hat sich bewusst für eine reine Bläserbesetzung entschieden, als er seine «Petite Symphonie pour vents» schrieb. Die Flöte ist darin heimliches Soloinstrument. Mit dieser Hervorhebung bedankte sich Gounod bei seinem Freund Paul Taffanel, dem damals herausragenden Flötisten Frankreichs und Gründer der «Sociéte des Instruments à Vent» – der Gesellschaft der Blasinstrumente. Taffanel hatte die «Petite Symphonie» in Auftrag gegeben und trug mit deren Uraufführung, wie auch mit der Premiere vieler weiterer Blasmusikwerke, zur Verbreitung dieser Besetzung bei. Auch Joachim Raffs «Sinfonietta» liess Taffanel 1881 im Rahmen eines Konzerts seiner «Sociéte» erklingen. Es blieb das einzige Werk des Schweizer Komponisten für reines Bläserensemble, da durch Raffs plötzlichen Tod 1882 ein neuer Auftrag Taffanels nicht mehr realisiert werden konnte. Und auch heute noch entsteht neue Kammermusik für Bläser: Erleben Sie die Premiere des von der lokalen Umgebung inspirierten «Souvenir d’Andermatt» aus der Feder des Flötisten Frederic Sánchez.

Besetzung

SWISS ORCHESTRA WIND SOLOISTS:
ANNE-LISE TERUEL & FREDERIC SÁNCHEZ
, Flöte
KELSEY MAIORANO & YUTA ONOUCHI
, Oboe
LIONEL ANDREY & GABOR HORVATH
, Klarinette
OSCAR SOUTO SALGADO & ALEJANDRO CELA CAMBA
, Horn
JOSÉ JAVIER ROMERO & DANIEL MOTA
, Fagott

Konzertprogramm

FREDERIC SÁNCHEZ (*1987)
Souvenir d’Andermatt (Uraufführung)

LUDWIGVAN BEETHOVEN (1770–1827)
Sinfonie Nr. 1 in C-Dur op. 21 (arr. Guy van Vaas)

CHARLESGOUNOD (1818–1893)
Petite Symphonie pour vents

JOACHIMRAFF (1822–1882)
Sinfonietta für zehn Bläser op. 188

Spielort

Konzerthalle

Andermatt

Anfahrt

Details zur Anreise finden Sie auf der Website von ANDERMATT MUSIC.

Barrierefreiheit

Die Andermatt Konzerthalle ist barrierefrei zugänglich. Rollstuhltickets erhalten Sie per E-Mail an info@andermattmusic.ch oder bei den Andermatt Alpine Apartments unter der +41 41 888 78 00.

Menschen mit eingeschränkter Mobilität werden die Sitzplätze auf dem Balkon empfohlen. Bei Kammermusikkonzerten und Konzerten mit Neuer Volksmusik wird in der Regel nicht tribüniert bestuhlt: Hier sind sämtliche Plätze stufenlos erreichbar.

Die Andermatt Konzerthalle verfügt über eine induktive Höranlage.

Garderobe

Abendkasse

Die Abendkasse öffnet 1 Stunde vor Konzertbeginn.

Einlass

Einlass in den Konzertsaal ist 30 Minuten vor Konzertbeginn. Verspäteter Einlass ist nur während des Applaus zwischen den Stücken und auf Anleitung des Saalpersonals möglich.

Ermässigungen

Ermässigungen gibt es für Kinder, Schüler*innen, Studierende und Lernende, für Urner*innen, Owner sowie Mitglieder des GotthardMemberClub. Details über die Vergünstigungen finden Sie hier.

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