Love is in the Air
CHF
20–68

Über das Programm
«Geehrte Frau», «Verehrteste Frau», «Meine herzliebste Freundin», «Meine geliebteste Freundin»: Diese Anreden, die Johannes Brahms in Briefen an Clara Schumann verwendete, sind eine Art Gefühlsbarometer und zeugen von zunehmender Intensität und Vertrautheit. 1854 bricht es aus dem jungen Brahms heraus: «Wie liebevoll blickt mich das trauliche ‹Du› an! Tausend Dank dafür, ich kann’s nicht genug ansehen und lesen […]; selten habe ich das Wort so entbehrt, als beim Lesen Ihres letzten Briefes.» Während er sich 1854 über die intime Anrede freute, diese selbst aber noch nicht zu schreiben vermochte, übermittelte er 1856: «Meine geliebte Clara, ich möchte, ich könnte Dir so zärtlich schreiben, wie ich Dich liebe. […] Deine Briefe sind mir wie Küsse.» Die Spekulationen über die Art dieser Beziehung sind zahlreich. Klar ist, dass Johannes für Clara schwärmte, sich daraus eine lebenslange Freundschaft entwickelte, er sie und ihre Kinder zeitlebens unterstützte und um ihren musikalischen Rat bat. Doch war Clara eben auch die liebende Ehefrau von Robert Schumann.
Robert und Clara mussten ihre Ehe vor Gericht erstreiten, schrieben gemeinsam Tagebuch, erlebten glückliche Jahre mit gegenseitiger Beteuerung ihrer Treue und Liebe. 1845 vollendete Robert sein romantisches Klavierkonzert, bei der Uraufführung als Solistin am Klavier: seine Frau Clara, Inspirationsquelle und wichtigste Interpretin dieses Werks. Gleich zu Beginn schrieb Robert ihren Namen gewissermassen in die Partitur ein: Nach einem Tuttischlag des Orchesters und einer herabstürzenden Akkordfolge im Klavier ertönt das träumerisch-lyrische Hauptthema erstmals in der Oboe, beginnend mit den Tönen C–H–A–A, der italienischen Schreibweise von «Clara»: CHiArA, wie Robert sie zärtlich nannte. Und auch das zweite Werk des Konzertabends, Brahms Sinfonie Nr. 1, steht in Verbindung zu ihr: Johannes schickte Clara während eines Aufenthalts in den Schweizer Alpen 1868 einen Geburtstagsgruss, auf dem er jene Alphornmelodie notierte, die er später in seiner ersten Sinfonie verwendete. Clara war schliesslich auch die Erste, der er die Sinfonie auf dem Klavier vorspielte. Während sie die erste Fassung noch kritisch bewertete, war sie von der Uraufführung überzeugt. Was die drei bis heute verbindet, ist daher nicht nur ihre biografische Verflechtung, sondern die romantische Idee, dass grosse Musik aus grosser, mitunter tragischer, aber auch freundschaftlicher Liebe erwächst. Was gibt es Schöneres zum Valentinstag?
Besetzung
OLGA SCHEPS, Klavier
SWISS ORCHESTRA
LENA-LISA WÜSTENDÖRFER, Leitung
Konzertprogramm
ROBERT SCHUMANN
Klavierkonzert a-Moll op. 54
JOHANNES BRAHMS
Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 68
- 19:30Türöffnung
- 20:00Konzertbeginn
- 22:00ungefähres Konzertende
Philharmonie
Köln
Anfahrt
MIT ÖFFENTLICHEN VERKEHRSMITTELN
5 Minuten zu Fuss vom Kölner Hauptbahnhof
Haltestellen «Rathaus» und «Heumarkt»
MIT DEM AUTO
Im Parkhaus der Philharmonie gilt für Konzertbesucher ein Sonderpreis von 2,50 € für bis zu sechs Stunden ab Ankunft. Legen Sie Ihre Eintrittskarte zusammen mit dem Parkticket vor oder nach dem Konzert an der Kasse im Parkhaus vor, um den Konzerttarif zu aktivieren. An der Kasse ist nur Barzahlung möglich, am Automaten auch mit Karte.
Folgen Sie den Schildern «Dom/Hauptbahnhof». Von der Innenstadt aus ist das Parkhaus «Philharmonie» ausgeschildert.
INFORMATIONEN FÜR NAVIGATIONSGERÄTE
CONTIPARK Tiefgarage Philharmonie, Bischofsgartenstraße, KölnKoordinaten: 50.94066342401113, 6.961351411430333
WICHTIGE HINWEISE:
- Das Parkhaus ist von der Rheinuferstraße (Konrad-Adenauer-Ufer/Am Leystapel) aus erreichbar. Im Tunnel Trankgasse kann es wegen des erhöhten Verkehrsaufkommens zu Staus kommen.
- Die Anfahrt über die Komödienstraße ist für Kraftfahrzeuge gesperrt.
- Nutze bei Bedarf auch umliegende Parkhäuser in der Innenstadt; dort gilt kein Konzerttarif.
- Besonders in der Vorweihnachtszeit, an verkaufsoffenen Sonntagen und bei Großveranstaltungen kann es zu hohem Verkehrsaufkommen kommen – plane genug Zeit für die Anfahrt ein.
UMWELTPLAKETTE
Die Kölner Philharmonie liegt innerhalb der Umweltzone Köln. Bitte achte darauf, dass dein Fahrzeug über die entsprechende Plakette verfügt. Ausgenommen sind Fahrzeuge von Schwerbehinderten mit den Merkzeichen »aG«, »H« oder »Bl«.
Barrierefreiheit
Barrierefreier Zugang
Die Kölner Philharmonie ist mit dem Auto gut erreichbar, sodass man bequem ein- und aussteigen kann. Am Haupteingang im Erdgeschoss erwartet Sie unser Foyer-Team, das Ihnen beim Öffnen der Türen behilflich ist. Die Kölner Philharmonie verfügt über ein direkt angrenzendes Parkhaus mit insgesamt neun Behindertenparkplätzen.
Für Rollstuhlfahrer, die mit dem Auto zu uns kommen, ist die Nutzung des Parkplatzes der Philharmonie kostenlos. Sie können die Kölner Philharmonie auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln vom Kölner Hauptbahnhof und vom Heumarkt aus erreichen, ohne Stufen steigen zu müssen.
ROLLSTUHLFAHRER:INNEN
Für Rollstuhlfahrer:innen befinden sich im Saal in den Sitzblöcken R und S je zwölf Standplätze. Die Begleitpersonen sitzen unmittelbar neben den Gästen im Rollstuhl. Erreichbar sind diese Plätze über einen Fahrstuhl bei der Garderobe der Blöcke C, F, X, Y auf der linken Seite des Foyers. Im Block Z im Rücken der Bühne sind zusätzlich zwei Plätze für Rollstuhlfahrer:innen mit je einer Begleitperson angelegt. Diese Plätze sind erreichbar über einen Fahrstuhl bei der Garderobe Q, P, N auf der rechten Seite des Foyers. Für den Block Z steht ein fahrbares Hubpodest zur Verfügung, bei dessen Bedienung dir unsere Mitarbeiter:innen behilflich sind.
KARTENBESTELLUNG FÜR ROLLSTUHLFAHRER:INNEN
Die Plätze für Rollstuhlfahrer:innen sowie deren Begleitpersonen sind bei KölnMusik-Veranstaltungen in der Regel in den Blöcken R & S und wenn verfügbar im Block Z erhältlich. Die Begleitperson erhält freien Eintritt, benötigt aber ein eigenes Ticket. Karten für Rollstuhlfahrer:innen sind telefonisch unter 0221 / 280 280 oder an der Konzertkasse der Kölner Philharmonie erhältlich.
MIT ROLLATOR ODER MOBILTÄTSEINSCHRÄNKUNG
Menschen mit einer leichten Gehbeeinträchtigung empfehlen wir die jeweils letzte Reihe der Zwischenblöcke K und P. Diese Plätze sind stufenlos barrierefrei mit einem Aufzug zu erreichen. Das gilt auch für die Plätze der letzten Reihe in Block Z (Chorempore). Rollatoren müssen an den Garderoben abgegeben werden. Wenn du Hilfe benötigst, hilft dir unser Foyerteam gerne.
ORIENTIERUNGSHILFE BEI SEHBEHINDERUNG
Blinde oder stark Sehbehinderte können alleine oder mit einer Begleitperson die Kölner Philharmonie unkompliziert besuchen.Die Philharmonie befindet sich unmittelbar in der Nähe des Kölner Hauptbahnhofs, so dass die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut möglich ist. Es gibt einen größeren Haupteingang, hinter dem sich der Windfang befindet. An der zweiten Tür stehen die Kartenabreißer und dahinter befindet sich ein großes Foyer. Im Foyer geht man am besten direkt nach links, denn dort ist die Informationstheke und weiter hinten im Raum die Garderobe. Ist man ohne sehende Begleitung in der Philharmonie, so helfen Mitarbeitende der Infotheke bei der Platzsuche.
Der bequemste Zugang vom Foyer in den Saal ist eine breite Treppe, die vom Haupteingang geradeaus am Ende des Foyers nach oben in den Umgang des Saals führt. Auch auf der rechten Seite des Foyers gibt es weitere Garderoben und eine Treppe in den Saal. An der Garderobe kann man kostenfrei den Mantel abgeben und erhält hierfür einen viereckingen Chip mit einer Nummer. Nach dem Konzert kann man den Chip wieder gegen seinen Mantel eintauschen.
Die Architektur des Konzertsaals erinnert an ein antikes Amphitheater: Das runde Podium liegt etwa in der Mitte des Raumes. Zur einen Seite des runden Podiums steigen die Sitzplatzreihen steil nach oben an. An der Rückseite des Podiums sind halbkreisförmig die Chorempore (Block Z) und die Balkone in zwei Etagen übereinander angeordnet. Links neben dem Podium ist eine große Konzertorgel eingebaut.
Die Sitzplätze sind in Blöcke untergliedert, die alphabetisch bezeichnet sind. Die Blöcke A, B, E, D und die Chorempore Z liegen dem Podium am nächsten. Mittig zum Podium ausgerichtet, aber etwas weiter entfernt, liegen die Blöcke C und F. Die Blöcke G, H, L, Q, N und M schließen dahinter im Halbkreis an. Am oberen Umgang liegen die Blöcke I, K, R, P, O und S. Die Balkone sind die Blöcke X und Y.
Die Akustik ist überall hervorragend. Zu empfehlen sind die Blöcke C, F, L oder Q, da diese sehr leicht zu erreichen sind, denn dorthin führt die gerade breite Treppe vom Foyer aus. Möchte man in der Pause Erfrischungen kaufen, so sind das Hauptfoyer und das Rheingartenfoyer von diesen Blöcken aus leicht zu finden. Man muss aus der Sitzreihe heraus die Treppe wieder hoch in den Umgang gehen und sich dann rechts Richtung Rheingartenfoyer oder links Richtung Hauptfoyer halten.
ASSISTENZHUNDE
Auch mit Assistenzhund können Sie die Philharmonie besuchen. Dabei ist die Platzwahl eingeschränkt. Bitte wenden Sie sich zum Kartenkauf an karten@koelnmusik.de, um einen geeigneten Sitzplatz mit genügend Platz für den Vierbeiner zu buchen. Am Konzerttag hilft Ihnen unser Foyerteam vor Ort dann weiter. Wenden Sie sich dafür nach dem Einlass bitte an die Infotheke gleich links im Foyer.
ERMÄSSIGUNGEN
Als Mensch mit Schwerbehinderung erhalten Sie bei fast allen Konzerten 25 % Rabatt.
Die Begleitperson einer Schwerbehinderten Person (Merkzeichen »B«) bekommt einen Rabatt von 50%. Die Begleitperson eines Rollstuhlfahrers/einer Rollstuhlfahrerin erhält freien Eintritt. Bitte beachte: Es kann nur jeweils eine Preisermäßigung beansprucht werden. Der Ermäßigungsnachweis ist beim Einlass unaufgefordert vorzuzeigen. Bei Partnerveranstaltungen können abweichende Ermäßigungen und Regelungen gelten.
TOILETTEN
Rollstuhlgerechte Unisex-Toiletten mit Notalarm befinden sich im Foyer auf der Ebene des Haupteingangs neben der Spiegelbar sowie auf der Empore in der Ebene der Sitzblöcke R und S (mit dem Fahrstuhl zu erreichen). Die Toiletten sind mit einem Drehverschluss ausgestattet und benötigen keinen extra Schlüssel.Auf den Damen- und Herrentoiletten im Untergeschoss des Foyers sind zusätzlich spezielle Toiletten mit erhöhtem Sitz und Haltegriffen vorhanden.
Garderobe
Jacken und Taschen können bei allen Konzerten kostenlos an der Garderobe abgegeben werden.
Abendkasse
Einlass
Der Einlass beginnt 60 Minuten vor Konzertbeginn. Bei Einführungen öffnet das Haus 15 Minuten vor Beginn der Einführung. In der Regel können Sie 30 Minuten vor Konzertbeginn – oder sobald die Probe beendet ist – Ihre Plätze einnehmen.
Sollten Sie sich verspäten, wenden Sie sich bitte an ein Mitglied des Foyer-Teams. Dieses wird sich bemühen, Sie so früh wie möglich hereinzulassen, bittet jedoch um Ihr Verständnis, dass Störungen laufender Veranstaltungen so weit wie möglich vermieden werden sollten. In Ausnahmefällen kann dies bedeuten, dass Sie Ihren Platz erst in der Pause einnehmen können.
Ermässigungen
Olga Scheps, Tochter ukrainischer Pianisten, in Russland geboren und seit 1992 in ihrer heutigen Wahlheimat Deutschland lebend, steht für grosse Klangkultur, intensive Ausdrucksstärke und einen Sinn fürs Erzählerische. Bereits im Alter von 4 Jahren entdeckte sie das Klavierspiel für sich und wurde früh von Klaviergrössen wie Alfred Brendel gefördert. Namhafte Dirigenten wie Thomas Dausgaard, Lorin Maazel, José Serebrier, Marcus Bosch, Tugan Sokhiev, Simone Young, Markus Poschner und Pablo Heras-Casado luden Olga Scheps zur Zusammenarbeit mit renommierten Orchestern wie dem Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo, dem Warsaw Philharmonic Orchestra, dem Mozarteumorchester Salzburg, dem Royal Scottish National Orchestra, der Russischen Staatskapelle Moskau, der Staatskapelle Weimar, dem Zürcher Kammerorchester, dem Orchestre National du Capitole de Toulouse oder der Prague Philharmonia ein.
Olga Scheps konzertiert mit grossem Erfolg in weltbekannten Konzerthäusern wie der Philharmonie Berlin, Elbphilharmonie, Kölner Philharmonie, Alten Oper Frankfurt, Tonhalle Zürich, Tonhalle Düsseldorf, Cadogan Hall London, Suntory Hall in Tokyo und dem Wiener Konzerthaus. Bei den renommierten Festivals in Deutschland und der Schweiz ist sie ein gefragter Gast und spielt leidenschaftlich gerne in kammermusikalischen Formationen. Sie ist Exklusivkünstlerin bei Sony Classical. Ihr Debütalbum Chopin gewann 2009 einen Echo Klassik. Es folgten die Einspielungen Russian Album (2010), Schubert (2012), Vocalise (2015) sowie eine Aufnahme von Chopins Klavierkonzerten Nr. 1 und 2 mit dem Stuttgarter Kammerorchester. 2021 veröffentlichte sie Family. Das Album verbindet berühmte klassische Werke mit neuen Klavierarrangements bekannter Melodien und Soundtracks sowie bisher unveröffentlichter Kompositionen von Schiller (Christopher von Deylen), Chilly Gonzales und von Olga Scheps selbst. Seit 2013 gehört sie offiziell zu den Steinway Artists.
Für alle, die Schweizer Sinfonik nicht nur hören, sondern
leben
Exklusive Vorteile geniessen, Einblicke hinter die Kulisse bekommen & Gutes tun

